e-Zigarette Dampfen steht hoch im Kurs

Die Gründe, weshalb jemand mit dem Dampfen beginnen möchte, mögen für jeden Neuling unterschiedlich sein. Ein sehr häufiger Grund ist jedoch der Entschluss, von der herkömmlichen Tabakzigarette auf die wesentlich weniger schädliche e-Zigarette als Alternative umzusteigen. Die Tatsache, dass beim Rauchen für gesundheitliche Schäden vor allem die vielen Verbrennungsprodukte verantwortlich sind, die aufgrund der niedrigeren Temperaturen beim Dampfen gar nicht erst entstehen, hat mittlerweile sehr viele Menschen erreicht. Zu diesem Wissen gesellt sich ein ausnahmsweise sehr sinnvoller Trend unserer Zeit: noch nie war es nämlich so angesagt, auf seine Gesundheit und den eigenen Körper zu achten.

Kein Wunder also, dass neben der Hochkonjunktur von Fitnessstudios und Fitnessblogs auch der Markt von E-Zigaretten sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Wer sich dazu durchgerungen hat, mit dem schädlichen Rauchen aufzuhören und aufs Dampfen umzusteigen, der hat zunächst große Anerkennung verdient. Doch allen guten Vorsätzen zum Trotz gibt es beim Kauf der ersten E-Zigarette ein paar sehr wichtige Dinge zu beachten, damit keine Enttäuschung auftritt und der Griff zum Glimmstängel doch wieder zu verlockend wird…

Selbstreflexion


Bevor man einen vorschnellen Kauf einer beliebigen E-Zigarette tätigt, ist es wichtig, sich selbst diese Fragen zu stellen, um anhand der Antworten ein geeignetes Modell zu finden.


1. Wie viele Zigaretten habe ich täglich geraucht?
2. Welche Nikotinstärke muss aufgrund meines täglichen Zigarettenkonsums das Liquid haben?
3. Wie wichtig ist mir die Optik der E-Zigarette?
4. In welchen Situationen will ich dampfen (nur zu Hause, auch unterwegs, auf Partys)?
5. Wie viel bin ich bereit, für ein Modell zu investieren?


Die ersten beiden Punkte betreffen natürlich nur (Ex-)Raucher. Alle Nichtraucher sollten dringend davon absehen, ein nikotinhaltiges Liquid zu dampfen, um keine Suchtentstehung zu generieren! Die Optik der E-Zigarette ist uns natürlich allen – geben wir es zu – wichtig, doch in welchem Maße zugunsten der Optik auf andere Funktionen verzichtet werden kann, ist eine individuelle Frage.

Der vierte Punkt spielt dabei auf die Handlichkeit und die Akkuleistung ab. Dampfer, die ihre E-Zigarette auch unterwegs mitnehmen und über den gesamten Tag verteilt dampfen, sind mit einem handlichen Modell und einer hohen Akkukapazität gut beraten. Ebenso ist es ratsam, sich zwei Akkus/ zwei Modelle für den Anfang zuzulegen, damit der Akku nicht überraschend leer wird und aus Frustration zur Zigarette gegriffen wird. Und schließlich spielen die Kosten natürlich eine große Rolle. Es gibt E-Zigaretten in allen Preiskategorien und oft, aber nicht immer, sind mit einem höheren Preis auch bessere Qualität und Langlebigkeit verbunden. Wie auch immer die Entscheidung ausfällt, im Gegensatz zu einer Schachtel Zigaretten täglich fallen die Kosten beim Dampfen auf jeden Fall niedriger aus.

Finger weg!

Wer denkt, dass ihm der Umstieg mit sogenannten „Cigalikes“ gelingen kann, der irrt. Es handelt sich hierbei um E-Zigaretten, die ähnlich einer normalen Zigarette aussehen, aber viel zu schwach sind und kein befriedigendes Zugverhalten aufweisen. Außerdem sind sie vergleichsweise teuer. Cigalikes bewirken eher das Gegenteil, nämlich dass der Konsument, von E-Zigaretten sichtlich enttäuscht und der Meinung, Dampfen sei nichts für ihn, nie wieder eine E-Zigarette anfassen wird. Aus diesem Grund ist es vorteilhaft, auf ein derartiges Modell komplett zu verzichten und lieber eine E-Zigarette eines namhaften Herstellers zu erwerben.

Die Qual der Wahl

Viele E-Zigaretten Vertreiber bieten mittlerweile eine Kategorie „E-Zigaretten für Einsteiger“ oder „E-Zigaretten Sets“ an. Diese Produkte beinhalten bereits alles, um gleich mit dem Dampfen loslegen zu können. Das bedeutet, dass die Bestandteile nicht einzeln unter Beachtung der Kompatibilität zueinander zusammengesucht werden müssen. Außerdem sind diese Geräte alle einfach zu bedienen, was bedeutet, dass keine Kenntnis über Watt- und Volteinstellungen nötig ist. Es müssen einfach nur das Liquid eingefüllt, der Verdampfer aufgesetzt und der Knopf gedrückt werden. Einfache Bedienung bedeutet zwar auch immer eingeschränkte Einstellungsmöglichkeiten, doch am Anfang liegt der Fokus sowieso zunächst auf Geschmack und Zugverhalten. Ein weiteres Feature, auf das beim Kauf eines E-Zigaretten Sets geachtet werden sollte, ist, ob das Liquid einfach in den Tank eingefüllt werden kann. Viele Modelle besitzen ein sogenanntes „Top Fill“, was bedeutet, dass das Liquid einfach von oben in den Tank gegeben werden kann. In den meisten Anfängermodellen ist der Akku bereits integriert.

Dennoch sollte man sich vorher versichern, ob eine Akkuzelle noch dazu gekauft werden muss. Dieser Fall stellt auch kein Problem dar, da man mit einer zusätzlichen Akkuzelle immer auf der sicheren Seite der Akkuladung ist. Wenn auch während des Ladevorgangs Dampfen möglich sein soll, muss auf die Bezeichnung „Passthrough-Effekt“ geachtet werden. Um mit dem Zugwiderstand ein wenig herum zu experimentieren, eignen sich Verdampfer, die über eine „Airflow Control“ verfügen. Hier kann der Zugwiderstand individuell durch Drehen eingestellt werden und so das gewünschte Zugverhalten gefunden werden. Das Aroma wird beim Backendampfen besser wahrgenommen. Hier verbleibt die Luft zunächst in den Backen, bevor sie in die Lunge inhaliert wird. Beim Dampfen mit Lungenzügen wiederum ist der Nikotinflash stärker, da direkt in die Lunge inhaliert wird. Hierfür eignen sich widerstandsarme, sogenannte sub-Ohm Verdampferköpfe, bei denen der Widerstand unter 1 liegt und die Dampfmenge größer ist.

Ein Modell, das einfach in der Handhabung, aber dennoch recht leistungsstark ist, ist die „PockeX Pocket AIO“ von Aspire. Mit einer Akkuleistung von 1500 mAh hält sie den ganzen Tag und der Widerstand von 0,6 Ohm sorgt für eine gute Dampfentwicklung.

Die Modelle der „K“ Linie von Aspire eignen sich ebenfalls gut für Anfänger. Mit aufsteigender Zahl (K2 bis K4) ändern sich hier hauptsächlich Akkuleistung und Widerstand. Ein Vorteil ist hier auch, dass ein Ersatzverdampfer jeweils mitgeliefert wird. Der Verdampfer stellt einen Verschleißgegenstand dar und sollte daher regelmäßig ausgetauscht werden.

Wer viel Wert auf Design und einfache Handhabung legt, ist mit der BO ONE von BO Vaping aus Frankreich gut beraten. Das sehr schlanke Modell erspart dem Nutzer sogar das Einfüllen von Liquid, da hier die
unterschiedlichen Geschmacksrichtungen in Form von Caps kommen, die einfach auf das Gehäuse aufgesetzt und ausgetauscht werden, wenn das Liquid leer ist.
Das eGo AIO Starter Set von Joyetech ist in vielen Farben erhältlich und wartet wie die PockeX mit guter Leistung und gleichzeitig vielen Features, wie einer Tankbeleuchtung in unterschiedlichen Farben, auf.

Worauf muss ich als e-Zigaretten Anfänger achten?

Zusammenfassend ist die perfekte E-Zigarette für den Einstieg leicht gefunden, wenn folgende Punkte beachtet werden:


1. Der Kauf eines Sets erspart einem Nerven und es kann gleich losgedampft werden.
2. Bei Verwendung der E-Zigarette über den gesamten Tag sollte auf ausreichende Akkuleistung geachtet werden.
3. Lieber ein Ersatzteil zu früh als zu spät gekauft. Nichts ist ärgerlicher als aufgrund eines fehlenden Teils nicht weiterdampfen zu können.
4. Das Zugverhalten einer E-Zigarette kann sich stark von dem einer Zigarette unterscheiden. Über eine Airflow Control kann der Zugwiderstand verändert werden.
5. Zunächst sollte das Hauptaugenmerk auf Bedienungsfreundlichkeit gelegt werden; für Tüfteln, Experimentieren und Herumbasteln bleibt genug Zeit, wenn man sich an das Dampfen erst einmal gewöhnt hat.
6. Aller Anfang ist schwer. Der Umstieg ist gleichzeitig eine Umgewöhnung, die sich aber wirklich lohnt!

Alle Einsteigerprodukte finden Sie hier: e-Zigaretten für Einsteiger